Anemone pulsatilla L. (Gewöhnliche Küchenschelle) Syn.: Pulsatilla vulgaris
Startseite
Artenliste
Familie: Hahnenfußgewächse Ranunculaceae
Art: Pulsatilla vulgaris
Vorkommen Magerrasen, seltener Kiefernwälder. Auf warmen, trockenen, basenreichen, meist kalkhaltigen, nährstoffarmen Böden. Zerstreut, im nördlichen Tiefiand selten. Kollin-montan, Staude, bis 50cm, giftig
III-IV. Vom süddeutschen Schichtstufenland bis zur Eifel, Thür. mit Harzvorland, nicht in Silikatgebirgen, seltener in den Alpen. Verbreitung
Typisch Offene, glockig-schüsselförmige Blüten einzeln, mit 6 violetten, außen zottig behaarten, 3-4 cm langen Blütenblättern. Früchtchen mit fedrig behaartem Griffel.
Beschreibung Blüten aufrecht, bei schlechtem Wetter nickend, schließen sich abends. Stängel verlängert sich zur Fruchtzeit und trägt einen "Wuschelkopf" mit vielen Früchtchen. Grundblätter 1-2-fach gefiedert, mit bis zu 2 mm breiten Zipfeln, zur Blütezeit unvollständig entwickelt. 3 Stängelblätter mit schmalen Zipfeln
Wissenswertes Die Früchtchen können dank ihres fedrigen Schweifs bis zu 80 m weit fliegen. Die Volksmedizin empfahl das Kraut früher gegen Migräne, Keuchhusten und Kreislaufstörungen. Der Saft frischer Pfianzen reizt durch Protoanemonin Haut und Schleimhäute.
Verwechslung Finger-Kuhschelle (Pulsatilla patens), Grundblätter handförmig, 3-5-spaltig mit 3-teiligen Abschnitten, erscheinen erst nach der Blüte. Selten, im Nordosten und in Oberbayern. (Quelle: Kosmos "Was blüht denn da?", "Das Original" 2008)
.