Chelidonium majus L. (Schöllkraut)
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Artenliste
Familie: Mohngewächse Papaveraceae
Weiterführende Links zu dieser Art: Wikipedia - The Plant List - Gerhard Nitter Pflanzenbilder - "info flora" Schweiz - Flora-de: Flora von Deutschland - JKI-Pflanzenportraits - Giftpflanzen.com
Vorkommen Weg- und Waldränder. Hecken, Mauern, verwilderte Gärten. Meist an etwas beschatteten Orten. Auf nährstoffreichen Böden. Stickstoffzeiger. Kulturbegleiter. Verbreitet. Kollin-montan(-subalpin), Staude, 30-70cm, giftig.
Inhaltstoffe


Der Name Chelidonium leitet sich vom griechischen Wort Chelidon ab, was soviel wie Schwalbe bedeutet. Der Name rührt daher, daß die Pflanze mit dem Eintreffen der Schwalben zu blühen beginnt und mit ihrem Wegzug verblüht. Plinus schreibt, daß die Schwalben ihren Jungen Schöllkrautblätter auf die Augen legen, um ihnen zum Sehen zu verhelfen. Eine selbsternannte »Kräuterexpertin« namens Maria Treben, bekannt durch zahlreiche Kräuterbücher, empfiehlt darauf, sich den Saft als Mittel gegen den Grauen Star ins Auge zu träufeln.
Im Schöllkraut wurden mittlerweile ca. 30 verschiedene Alkaloide (vgl. Kapitel »Die Inhaltsstoffe«) nachgewiesen. Der Alkaloid-Gehalt der unterirdischen Teile liegt dabei bei ca. 3 %, bei den oberirdischen Teilen immerhin noch bei 1,3%. Im Kraut überwiegt das Alkaloid Coptisin mit etwa 1,1%, während in der Wurzel Chelidonin mit 1,2% dominiert. Ein weiteres wichtiges Alkaloid der unterirdischen Teile ist Chelerythrin mit knapp 1%. Quelle: Giftpflanzen.com

V-X. Häufig im gesamten Bundes- und Alpengebiet. Verbreitung
Typisch Bei Verletzung tritt gelber Milchsaft aus, Blätter besonders unterseits blaugrün. Dolden mit 2-8 Blüten.
Beschreibung Blüten mit vielen Staubblättern, 4 Kronblätter, etwa 1 cm lang. Blätter fiederspaltig oder einfach gefiedert. Dünne, etwa 4cm lange Kapselfrucht.
Wissenswertes: Die Samen tragen einen nahrhaften Ölkörper und werden von Ameisen verbreitet. Im Mittelalter hielt man die Pflanze aufgrund ihres gelben Milchsafts für ein Leber-Galle-Mittel. Hier trifft die Zuordnung nach dem Aussehen der Pflanze ausnahmsweise zu: Die Alkaloide im Milchsaft helfen tatsächlich bei Leber- und Galleerkrankungen. Die Volksmedizin empfiehlt außerdem, Warzen damit zu beträufeln. (Quelle: Kosmos "Was blüht denn da?", "Das Original" 2008)
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