Conium maculatum L. (Gefleckter Schierling)
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Artenliste
Familie: Doldenblütler oder Doldengewächse Apiaceae (Umbelliferae)
Art: Conium maculatum, JKI-Pflanzenportraits
Vorkommen Unkrautbestände an Gräben, Schuttplätzen, in Dörfern. Auf kalkhaltigen Böden an warmen Standorten. Lehm- und Stickstoffzeiger. Zerstreut, vor allem im Süden. Kollin(-subalpin), 80-180cm, zweijährig, giftig.

VI-IX. Zerstreut im gesamten Bundes- und im Alpengebiet, selten in Silikat-Mittelgebirgen und im Alpenvorland. Verbreitung
Typisch Stängel gefleckt, rund, kahl, bläulich bereift. Riecht zerrieben nach Mäuseharn. Je 2-4 Hüllchenblätter auf der Außenseite
Beschreibung Dolden mit 8-15 Döldchen, Hülle aus rückwärts gerichteten Blättchen. Blätter 2-4fach gefiedert oder fiederspaltig, kahl, oben dunkelgrün, Abschnitte mit knorpeliger Spitze. Spaltfrucht eiförmig, 2,5-3,5mm lang.
Wissenswertes: Für den Geruch ist das Alkaloid Coniin verantwortlich. Coniin entfaltet eine Nicotin- und Curare-ähnliche Giftwirkung wobei die motorischen Nerven zunächst erregt, später jedoch gelähmt werden. Vergiftungen führen zu Brennen im Mund, Lähmungen und Tod - meist bei vollem Bewusstsein. Im Altertum bekamen zum Tode Verurteilte einen Schierlingsbecher zum Trinken. Berühmtestes Opfer war Sokrates.
Verwechslung Gold-Kälberkropf (Chaerophyllum aureum) mit flaumhaarigem Stängel. (Quelle: Kosmos "Was blüht denn da?", "Das Original" 2008)
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