Helleborus foetidus L. (Stinkende Nieswurz)
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Artenliste
Familie: Hahnenfußgewächse Ranunculaceae
Art: Helleborus foetidus
Vorkommen Trockene Abhänge, lichte Buchen- und Eichenwälder und Waldsäume auf Kalk. Erreicht in Deutschland den östlichen Rand des natürlichen Verbreitungsgebiets. Zerstreut. Kollin-montan, Staude, 30-80cm, giftig

Typisch Blätter und weit entwickelte Knospen den Winter über vorhanden, Rand der grünen, hängenden Blüten oft rot, riechen unangenehm.
Beschreibung Mehrere glockige, 1- 2 cm lange Blüten auf verzweigtem Stängel. Obere Blätter heller, einfacher gebaut, oberste Stängelblätter oval, ganzrandig. Untere Blätter mit 2-9 lanzettlichen Abschnitten.
Wissenswertes: Die Blätter werden nach oben immer einfacher und zeigen Übergänge von Laub- über Hoch- zu Blütenblättern. Die Pflanze dient deshalb als Paradebeispiel, um zu zeigen, dass sich Blütenblätter von Laubblättern ableiten. Der Wurzelstock und die Wurzeln enthalten Helleborin (Steroid-Saponin, das u.a. Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Störungen, Nies- und Brechreiz hervorruft). Die oberirdischen Teile enthalten Protoanemonin. Es wirkt Schleimhautreizend und regt zum Niesen an. Frühere Verwendung in Niespulvern. Helleborus leitet sich von griech. helein = töten und bora = Nahrung ab. (Quelle: Kosmos "Was blüht denn da?", "Das Original" 2008)
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