Paris quadrifolia L. (Vierblättrige Einbeere)
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Artenliste
Familie: Germergewächse Melanthiaceae
Art: Paris quadrifolia
Vorkommen Feuchte Wälder mit meist krautreichem Unterwuchs, Auenwälder. Auf nährstoffreichen, humosen Böden. Zeigt Grundwasser oder Sickerwasser an. Ziemlich häufig. Kollin-montan-subalpin, Staude, 10-30cm ,giftig
IV-VI. Gesamtes Bundes- und Alpengebiet, im nordwestdeutschen Tiefland seltener. Verbreitung
Typisch Über einem Quirl mit meist 4 breit elliptischen Blättern steht eine einzelne Blüte.
Beschreibung 4, seltener bis 6, äußere, grüne, lanzettliche Blütenblätter, innere 4 gelbgrün, linealisch. Staubbeutel (meist 8)lang, gelb, Fruchtknoten groß, schwarzblau. Blüte 2-2,5cm groß. Frucht eine schwarzblaue Beere.
Wissenswertes Die Pflanze enthält Saponine, die zu Übelkeit und Nierenschäden führen. Früher diente sie als "Pestbeere" gegen ansteckende Krankheiten. In der griechischen Mythologie musste der Jüngling Paris den Zank um den „Erisapfel" entscheiden. Beim "Parisurteil" war er von 4 Gottheiten umgeben - ähnlich wie die Einbeerenblüte oder -frucht, die von 4 Blättern umgeben ist. (Quelle: Kosmos "Was blüht denn da?", "Das Original" 2008)
. Parisurteil Alle Götter sind zur Hochzeit des Peleus und der Thetis eingeladen, ausgenommen Eris, die "Göttin der Zwietracht". So beleidigt, wirft sie von der Tür aus einen goldenen Apfel mit der Aufschrift (griechisch "Der Schönsten", "Für die Schönste") unter die feiernden Götter des griechischen Olymps. Daraufhin kommt es zum Streit zwischen Aphrodite, Athene und Hera, wem dieser Apfel gebühre (daher auch Zankapfel/Erisapfel). Zeus als höchster Olympier zieht sich aus der Affäre und legt das Urteil in die Hand eines Sterblichen: Er bestimmt den unschuldigen Jüngling Paris, den schönen, wenngleich verstoßenen Sohn des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe, als Schiedsrichter. Der Götterbote Hermes wird beauftragt, die Göttinnen zu dem Königssohn zu bringen, der seit seiner Verstoßung unerkannt als Hirte lebt. Um den Prinzen für sich zu gewinnen, versucht jede der Göttinnen, ihn zu bestechen, und bietet ihm einen Preis an. Hera verspricht ihm Herrschaft über die Welt, Athene verspricht Weisheit, Aphrodite hingegen bietet Paris die Liebe der schönsten Frau der Welt. Mit dieser Belohnung kann Aphrodite das Urteil für sich entscheiden. Die schönste Sterbliche, Helena, war jedoch bereits mit Menelaos verheiratet, dem mächtigen König von Sparta. Der zur Erfüllung des göttlichen Versprechens notwendige Raub der Helena soll der Auslöser des Trojanischen Krieges gewesen sein.