Tropaeolum majus L. (Große Kapuzinerkresse)
Startseite
Artenliste
Familie: Kapuzinerkressengewächse Tropaeolaceae
Art: Tropaeolum majus
V-VII. 15-30cm hoch. Ihren Ursprung hat die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) in Mittel- und Südamerika, wo sie in Brasilien, Chile, Peru und Bolivien seit jeher zu den traditionellen Heilpflanzen zählt. Sie ist der bekannteste Vertreter aus der Familie der Kapuzinerkressegewächse (Tropaeolaceae). Die heutige Gartenform ist eine Hybride, deren Urformen aber nicht mehr zurückverfolgt werden können. Manchmal wird die Kapuzinerkresse (Tropaeolum) mit ihrer Verwandten, der Brunnenkresse (Nasturtium) verwechselt. Das liegt daran, dass die Kapuzinerkresse im Englischen "Nasturtium" genannt wird. Die Große Kapuzinerkresse ist die "Heilpflanze des Jahres 2013".
Beschreibung
Blätter Die ganzrandigen, schildförmigen Blätter der Kapuzinerkresse haben einen wasserabweisenden Lotus-Effekt. Jedes Blatt besitzt neun Blattadern, die strahlenförmig vom Zentrum ausgehen. Die Blätter sind hell- bis dunkelgrün, riechen und schmecken würzig-scharf und erinnern an Kresse oder Senf. Sie enthalten gesunde Senföle, die bei Erkältungskrankheiten gegen Viren, Bakterien und Pilze helfen. Die Blätter der Großen Kapuzinerkresse können roh als Würzkraut in Quark, Kräuterbutter oder im Salat verwendet werden. Je älter und dunkler das Blatt, desto schärfer ist das Aroma.
Blüte Die auffälligen, großen Blüten sind der Namensgeber der Kapuzinerkresse. Ihr zipfelförmiges Aussehen wurde früher mit den Kapuzen der Mönche verglichen. Die leuchtend gelben, roten oder orangefarbenen Blüten (einfarbig oder gemustert) zeigen sich zwischen Juli und Oktober. Die dekorativen Einzelblüten erscheinen an den langen Ranken. Die Blütenkrone hat fünf Kelchblätter und läuft am entgegengesetzten Ende spitz in einen leicht gekrümmten, etwa drei Zentimeter langen Sporn aus. Die Blüten der Großen Kapuzinerkresse haben auch ein senfähnliches Aroma, sind aber etwas milder, haben aber ebenso eine antibiotische Wirkung. Sie sind eine beliebte Salatdekoration. In den Blüten verstecken sich gerne Ohrwürmer, die man beim Pflücken der Blüten vorsichtig herausschütteln sollte. Die Bestäubung der großen Blüten erfolgt durch Insekten.
Früchte Nach der Blüte bildet die Kapuzinerkresse aus jeweils drei Fruchtblättern drei einsamige Spaltfrüchte. Die jungen Knospen sind übrigens essbar und können wie Kapern in Essig, Salz und Öl eingelegt verzehrt werden. Die ausgereiften Samen lassen sich getrocknet und gemahlen als Würzpulver verwenden. (Quelle: Mein schöner Garten)