Vincetoxicum hirundinaria Medik. (Weiße Schwalbenwurz)
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Artenliste
Familie: Hundsgiftgewächse Apocynaceae (Unterfamilie: Asclepiadoideae, Seidenpflanzengewächse)
Art: Vincetoxicum hirundinaria
Vorkommen Waldränder, Steinschutthalden, Felsrasen. Auf im Sommer wa rmen, mäßig trockenen, meist kalkhaltigen Böden. Bodenfestiger. Zerstreut, im Nordwesten fehlend. Kollin-montan(-subalpin), Staude, 30-120cm, giftig.
V-VIII. Gesamte Alpenregion, in D vom Alpenvorland bis zum nördl. Harzvorland, auch Brandenburg, nicht in Silikat-Mittelgebirgen. Verbreitung
Typisch Blüten 3- 8 mm groß, fast bis zum Grunds-zipfelig, keine Staubblätter sichtbar.
Beschreibung Blüten gelblich weiß. Blütenknäul in den oberen Blattachseln. Staubblätter und Narbe bilden einen zentralen Komplex. Samen mit seidenglänzenden Haaren. Rhizom kriechend. Stängel unverzweigt, rund. Blätter eilanzettlich, lang zugespitzt, gegenständig.
Wissenswertes Die Pflanze sichert ihre Bestäubung durch einen Klemm-Mechanismus. Der zentrale Komplex der Blüte weist 5 Spalten auf, in denen Fliegen hängen bleiben. Wenn sie sich befreien, lösen sie ein Pollenpaket heraus. Früher gewann man aus den Stängeln ziemlich lange, feste Fasern. Die Pflanze enthält giftige Glycoside, die zu Krämpfen und Lähmungen führen können. Verwechslung Ohne Blüten mit dem Schwalbenwurz-Enzian Gentiana asclepiadea, Blätter meist 5-nervig. (Quelle: Kosmos "Was blüht denn da?", "Das Original" 2008)
. Toxikologie: Alle Pflanzenteile, besonders die unterirdischen, enthalten ein Glykosid-Gemisch das als Vincetoxin bezeichnet wird. Die Wirkung ist ähnlich wie bei Eisenhut, bei hoher Dosis soll Tod durch Atemlähmung eintreten.